Finanzmanagement lernt sich nicht von selbst
Mal ehrlich – wer hat uns in der Schule beigebracht, wie man ein Budget führt oder Rücklagen bildet? Die meisten stolpern durch ihre ersten Berufsjahre und merken irgendwann: Verdienen ist das eine, aber klug damit umgehen etwas ganz anderes.
Viele Leute denken, Finanzen seien kompliziert oder langweilig. Stimmt aber nicht. Es geht einfach darum, ein paar grundlegende Dinge zu verstehen und dann regelmäßig anzuwenden. Genau dabei helfen unsere Lerntipps – praktisch, ohne Fachchinesisch, direkt umsetzbar.
Wie ich selbst dazugelernt habe
Ich bin Tobias Erdmann, und ich erinnere mich noch gut an meine erste eigene Wohnung 2012. Plötzlich musste ich nicht nur Miete zahlen, sondern auch verstehen, was Nebenkosten bedeuten, wann welche Versicherung Sinn macht und wie ich trotzdem noch etwas zur Seite legen kann.
Keiner hat mir das vorher erklärt. Also habe ich Fehler gemacht – einen teuren Handyvertrag unterschrieben, den ich nicht brauchte, und vergessen, Fristen für Steuererklärungen einzuhalten. Das kostete mich Geld und Nerven.
Seitdem helfe ich anderen dabei, diese Anfängerfehler zu vermeiden. Nicht durch theoretische Vorträge, sondern mit konkreten Beispielen aus dem Alltag. Ich zeige, wie man Überblick behält, ohne stundenlang Excel-Tabellen zu führen, und wie man Schritt für Schritt mehr finanzielle Sicherheit aufbaut.
Seit 2018 arbeite ich mit Menschen zusammen, die ihre Finanzen besser verstehen wollen – ob Berufseinsteiger, Selbstständige oder Familien. Jeder bringt andere Fragen mit, aber die Grundlagen sind oft dieselben.
Finanzen verstehen heißt Entscheidungen treffen können
Klarheit schaffen
Wissen, wo das Geld hingeht – ohne komplizierte Tools oder Berater
Fehler vermeiden
Typische Stolpersteine kennen und rechtzeitig umgehen
Ziele erreichen
Realistische Pläne entwickeln und konsequent umsetzen
Häufige Probleme und was wirklich hilft
Die meisten Schwierigkeiten beim Finanzmanagement kommen nicht von mangelnder Intelligenz, sondern einfach von fehlender Struktur. Hier sind vier Situationen, die ich immer wieder erlebe – mit den Lösungen, die tatsächlich funktionieren.
Problem: Kein Überblick über monatliche Ausgaben
Am Ende des Monats ist das Konto leer, aber niemand weiß genau wofür. Kleine Beträge summieren sich unbemerkt – Abos, Lieferdienste, spontane Online-Käufe.
Was konkret hilft
- Drei Monate lang jeden Abend Belege sammeln und notieren
- Kategorien bilden: Fixkosten, Variables, Unnötiges
- Eine realistische Obergrenze pro Kategorie festlegen
- Wöchentlich prüfen statt monatlich überrascht werden
Problem: Rücklagen werden nicht gebildet
Der Vorsatz ist da, aber am Monatsende bleibt nichts übrig zum Sparen. Unerwartete Ausgaben werfen dann jedes Mal alles durcheinander.
Was konkret hilft
- Dauerauftrag am Tag nach Gehaltseingang einrichten
- Mit kleinen Beträgen anfangen – 50 Euro sind besser als nichts
- Separates Sparkonto nutzen, das nicht zur Girocard gehört
- Bonuszahlungen oder Steuerrückzahlungen direkt zur Seite legen
Problem: Verträge und Fristen im Blick behalten
Kündigungsfristen werden verpasst, automatische Verlängerungen übersehen, und plötzlich zahlt man für Dinge, die man nicht mehr braucht.
Was konkret hilft
- Alle Verträge einmal auflisten mit Kündigungsfristen
- Kalender-Erinnerungen drei Monate vorher setzen
- Jährlichen Vertragsprüfungs-Tag im Januar einführen
- Ordner mit allen Unterlagen anlegen – digital oder analog
Problem: Finanzgespräche in der Familie vermeiden
Über Geld spricht man nicht – bis dann Entscheidungen anstehen und keiner die gleichen Vorstellungen hat. Das führt zu Konflikten und schlechten Kompromissen.
Was konkret hilft
- Monatliches 20-Minuten-Finanzgespräch fest einplanen
- Gemeinsame Ziele formulieren statt nur Probleme besprechen
- Transparenz über Einnahmen und Ausgaben schaffen
- Beide Partner in alle finanziellen Entscheidungen einbeziehen
Nächster Schritt: Gemeinsam Ihre Situation klären
Theorie ist schön und gut, aber echte Veränderung passiert, wenn Sie konkret an Ihren eigenen Finanzen arbeiten. In unseren Programmen ab Oktober 2025 zeige ich Ihnen genau, wie Sie die Tipps auf Ihre persönliche Situation anwenden – mit echten Zahlen, realistischen Zielen und praktischer Umsetzung.
Wir arbeiten in kleinen Gruppen, sodass jeder individuelle Fragen stellen kann. Sie bekommen Vorlagen, Checklisten und Schritt-für-Schritt-Anleitungen, die Sie sofort nutzen können.
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